Zusammenarbeits-Memo — Übersicht

Arbeitsgrundlage für die Do-Runde 09.07. · aktueller Stand = Memo v1.3 (Volltext unten zum Aufklappen)

Stand 07.07.2026 · zusammengestellt von Frodo

“Good intentions never work, you need good mechanisms to make anything happen.”

— Jeff Bezos. Genau das ist dieses Papier: unser Mechanismus für faire Zusammenarbeit.

Jan (FlowPhase) Frodo (Jans KI) Michael Sam (Michaels KI)

🧭 Frodos Sicht der Dinge: Brauchen wir das Memo generell?

Jans Frage vom 07.07.: Der Statuswechsel ist ~sechs Wochen entfernt — lohnt sich das noch? · Dies ist ausdrücklich die Einschätzung von Jans KI, kein Gruppenbeschluss.

Kurzantwort: Ja — beschließen und dann nicht mehr anfassen.

1 · Es ist keine Brücke bis August, sondern die Verfassung bis zur formalen Partnerschaft. Nur die Schutzregeln laufen ~20.08. aus — Rollen, Deal-Zuordnung, Ledger und Datenfluss gelten bis zur Firmen-Frage (~2027).

2 · Genau die nächsten sechs Wochen sind die heikelsten: erste Ansprachen, möglicher erster Zuschlag, laufende eigene Deals, zwei Partner im Leistungsbezug. Jede dieser Situationen ohne Regel ist teurer als das ganze Memo.

3 · Die echte Gefahr ist Überpflege: beschließen, benutzen, nicht endlos weiterpolieren. Minimal-Fallback, falls die Runde kein ganzes Dokument will: drei Zeilen beschließen — Tatsachen-Ledger · Zuordnungsregel eigene/Trio-Deals · Schutzregeln bis Statuswechsel. Das ist die Essenz.

💡 Ganz einfach erklärt: Worum geht es hier?

Warum

Wir drei bauen zusammen etwas auf — sind aber (noch) keine gemeinsame Firma. Zwei von uns beziehen gerade Leistungen und dürfen nichts riskieren. Und wir wollen alle, dass unsere Beiträge und IP fair berücksichtigt werden. Ohne einfache Spielregeln wird jede dieser Situationen zum Diskussionsfall — mit Regeln ist sie in zwei Minuten geklärt.

Wie

Wir schreiben die Regeln einmal auf eine Seite — kein Vertrag, nur eine Absprache, die jeder jederzeit beenden kann. Wer etwas beisteuert (einen Kontakt, eine Vorlage), wird in einer einfachen Liste notiert. Bezahlt wird erst, wenn jeder offiziell gegründet hat — dann ganz normal per Rechnung.

Was

Ein Einseiter mit fünf Bausteinen: Wer macht was (Rollen) · Wem gehört welcher Deal (eigene vs. gemeinsame) · Wie merken wir uns Beiträge (die Liste, „Ledger") · Welche Schutzregeln gelten, bis alle offiziell gestartet sind · Was als Nächstes passiert.

🗺 Der Fahrplan — grob, in drei Phasen

Phase 1 · Jetzt — „Werkstatt" (Juli/August)

Drei Einzelunternehmer, ein Memo als Spielregeln. Michael und Philipp bauen geschützt im Hintergrund, Jan verkauft. Bei gemeinsamen Deals tritt einer von uns als Vertragspartner auf (in dieser Phase praktisch meist FlowPhase), eigene Deals laufen über die eigene Marke. Beiträge werden nur notiert, noch nicht bezahlt.

Warum das Memo genau jetzt: In diese Phase fallen die ersten Deals — und sie ist die einzige, in der Fehler Förderungen kosten können.

Phase 2 · Ab ~20.08. — Alle an Bord

Michael offiziell gestartet (volle Akquise + Delivery), Philipp nach seinem Antrag ebenso. Jetzt werden die notierten Beiträge vereinbart und per Rechnung bezahlt, Konditionen final verhandelt. Öffentliche Schiene startet. Die Schutzregeln laufen aus — Rollen, Deal-Zuordnung und Ledger gelten weiter.

Phase 3 · ~2027 — Firmen-Frage

GmbH wird geprüft, wenn es einen echten Grund gibt — z. B. gemeinsamer Umsatz deutlich fünfstellig oder ein Kunde mit großem Haftungsrisiko. Anteile orientieren sich dann an den Beiträgen — genau deshalb schreiben wir sie von Anfang an im Ledger mit.

Warum nicht jetzt: Eine GmbH heute würde die Förderungen von Michael und Philipp gefährden und bindet Geld — sie ist die Belohnung für Phase 2, nicht ihr Startpunkt.

✅ Zwischen Jan & Michael bereits deckungsgleich

Jeder Punkt stammt aus Michaels Einseiter (+ Sams Review) bzw. Jans Memo-Entwurf und wurde wechselseitig bestätigt. Philipp hat sich dazu noch nicht geäußert — am Do gemeinsam mit ihm durchgehen und erst dann ist es Trio-Konsens.

🔶 Frage 1 · Der Ledger: Variante A oder B?

Wie halten wir Beiträge fest — sicher für alle?

Michael + Sam Variante A: Splits früh schwarz auf weiß notieren; vorher StB-/KKH-Check des Textes.
Jan + Frodo Variante B: Der Ledger notiert nur Tatsachen (wer hat Kontakt, IP, Assets, spezifische Leistungen zur Umsetzung eingebracht); die Splits stimmen wir im Prozess ab. Sofort startbar ohne StB; der Check wandert an die erste Auszahlung. Upgrade auf A jederzeit möglich.
🔶 Zur Abstimmung: Womit starten wir? Praktische Vorfrage: Ist der Check vor dem Urlaub entspannt machbar — oder starten wir mit B und wechseln, sobald der Check da ist?

🔶 Frage 2 · Eigene Deals vs. Trio-Deals

Neue Frage, seit die ersten eigenen Leads laufen — beides ist gewollt.

Vorschlag (§3a) Pro Deal wird einmal kurz festgelegt, was es ist. Eigener Deal = eigene Marke, eigene Verträge (AGB, Datenschutz-Vertrag, Rechnung, Haftung), eigene Umsetzung, eigener Umsatz — als Paket, damit nicht einer wirbt und ein anderer haftet. Trio-Deal = mehrere arbeiten an einem Deal zusammen; genau einer tritt als Vertragspartner auf (wird pro Deal festgelegt), die anderen arbeiten zu — mit Ledger und Splits.
🔶 Zur Abstimmung: Passt die Regel so für alle? Und wie ordnen wir die laufenden Leads zu? (Wie wir gemeinsame Vorlagen und Playbooks dabei nutzen → Frage 4.)

🔶 Frage 3 · Report-Center beim Piloten einordnen

Ziel: Michael maximal absichern — kein Handlungsdruck.

Vorschlag Der Pilot-Betrieb läuft, gleichzeitig gilt bis zum Statuswechsel „nichts erkennbar Kundengerichtetes". Einmal gemeinsam festhalten, wie wir es einordnen — drei Optionen: als unentgeltliches Demo-/Lernprojekt deklarieren · bis Statuswechsel pausieren · als Frage in den KKH-Check mitnehmen. Entscheidung liegt bei Michael.

🔶 Frage 4 · Eingebrachte Werke (IP) — wie halten wir es grundsätzlich?

Neuer Diskussionspunkt, noch bewusst ohne ausformulierten Vorschlag.

Zur Diskussion Jeder von uns bringt Werke ein und wir entwickeln die Sachen der anderen weiter. Konkret liegt schon einiges auf dem Tisch:
  • Strategische Assets & Methoden: Prospect-Playbook · Checklisten-Mechanik (Aufhänger → Priorisierung → Angebot) · Lernpfad-Konzept samt Enablement-Pass-Idee · Audit-Formate (Quick-Analyse, Tool-Audit) · Daten-Reifegrad-Modell
  • Templates & Code: Checklisten-Baukasten (Original + Weiterentwicklung mit Matrix/PDF) · Report-Center · Deploy-Rezepte · n8n-Workflows · Starter-Kits
  • Marken & Auftritte: FlowPhase · SAM · Lernpfade und Websites
Wie wollen wir es damit grundsätzlich halten — Eigentum und Nutzung während der Zusammenarbeit, bei Weiterentwicklungen (wem gehört die verbesserte Version?), und falls sich Wege mal trennen? Reicht dafür eine einfache Grundregel im Memo + die Herkunfts-Notiz im Ledger?

🔶 Die fünf Fragen für Donnerstag

  1. Ledger: Womit starten wir — Variante A oder B? (Vorfrage: Check-Timing rund um den Urlaub)
  2. Eigene Deals vs. Trio-Deals: Passt die 3a-Regel für alle? Und wie ordnen wir die laufenden Leads zu?
  3. Report-Center: Welche Einordnung fühlt sich am sichersten an? (Demo-Projekt / Pause / KKH-Check-Frage)
  4. Eingebrachte Werke (IP): Welche Grundregel wollen wir? (nur Richtung festlegen — Ausformulierung danach)
  5. Memo als gemeinsame Arbeitsgrundlage beschließen? Gilt dann bis zur formalen Partnerschaft, jederzeit anpassbar.

📄 Das Memo im Volltext (v1.3)

Zum Aufklappen — identisch mit der Markdown-Quelle und dem PDF.

▸ Memo anzeigen (Abschnitte 1–6)

1 · Was dieses Memo ist — und was nicht

Dieses Memo hält fest, wie wir drei in der Werkstatt-Phase zusammenarbeiten. Es ist eine Absichtserklärung, kein Vertrag — es begründet keine Gesellschaft, keine Anstellung und keine Vergütungsansprüche. Es gilt, bis eine formale Partnerschaft vereinbart wird oder einer von uns es zurückzieht (jederzeit möglich, per Nachricht an die Gruppe).

Ausdrücklich festgehalten (GbR-Schutz): Jeder von uns handelt als Einzelunternehmer bzw. Privatperson — eigene Marken (FlowPhase, SAM, …) und eigene Kunden eingeschlossen. Bei Trio-Deals (Definition in Abschnitt 3a) tritt nach außen genau ein Partner als Anbieter und Vertragspartner auf — wer das ist, legen wir pro Deal fest; die anderen arbeiten ihm zu. Es gibt kein gemeinsames Auftreten „als Firma", keine gemeinsame Kasse, keine Gewinnteilung als Mitinhaber — die Vergütung der Zuarbeitenden läuft ausschließlich als Subunternehmer-Rechnung an den Vertragspartner des Deals. Genau damit entsteht keine faktische GbR mit gesamtschuldnerischer Haftung. (Praktische Folge der Schutzregeln in Abschnitt 2: Bis zu Michaels Statuswechsel bzw. Philipps Antrag kann die Vertragspartner-Rolle faktisch meist nur FlowPhase übernehmen.)

2 · Rollen

Jan — Akquise, Vertrieb, Deal-Führung, Marke FlowPhase, QS. Übernimmt in der Werkstatt-Phase i. d. R. die Vertragspartner-Rolle bei Trio-Deals — dann gelten Jans AGB, Jans Haftung, Jans AVV.

Michael — Maschinenraum/Technik Deutschland (DSGVO-Story). Bis Statuswechsel (~20.08.): nichts erkennbar Kundengerichtetes; max. 1 Kontakt/Woche privat-informell (Bekanntenkreis, keine Angebote, keine Preise, kein öffentlicher Fußabdruck). Formale Akquise und Delivery an bezahlten Deals erst ab ~20.08. (ALG I, nebenberuflich <15 Std./Woche, sauber gemeldet).

Philipp — Origination Rhein-Main + Fördermittel/Workshops — erst nach gestelltem Einstiegsgeld-Antrag. Bis dahin: unbezahlte Vorbereitung ja, nichts anmelden, nichts abrechnen, keine Leistungen an Deals.

3 · Deal-Grundsätze (Richtwerte für spätere Vereinbarungen)

  • Origination = Relationship-Owner: Wer den Kontakt einbringt, bleibt Beziehungs-Eigentümer des Kunden.
  • Delivery-Split 50/50 unter den Liefernden, Origination-Override pro Deal — Richtwerte; verbindlich erst durch Vereinbarung pro Deal nach Gründung/Statuswechsel des Partners.
  • Fakturierung bei Trio-Deals: ausschließlich über den Vertragspartner des Deals (Werkstatt-Phase: i. d. R. FlowPhase). Partner-Anteile nach offizieller Gründung per ordentlicher Rechnung an den Vertragspartner (Betriebsausgabe). Keine Bar- oder Provisionszahlungen an Leistungsbezieher — ohne Ausnahme.
  • Ehrlichkeits-Regel: Demo → Pilot → Produktion. Nichts wird als „läuft" verkauft, was Demo ist. Playbook-Stand = „v1 / n=1".
  • Datenfluss: Default EU-only. Kapstadt/Drittland nur ohne personenbezogene Kundendaten ODER pro Deal explizit ausgewiesen + AVV-Kette geklärt.
  • Vertraulichkeit: Memo-Inhalte, Deal-Interna und Pipeline bleiben im Dreier-Kreis. Prototypen/Demos nur mit anonymisierten Daten.

3a · Eigene Deals vs. Trio-Deals

Beides ist gewollt — es muss nur pro Deal EINDEUTIG sein. Zuordnung beim ersten ernsthaften Kontakt, kurz in der Gruppe festgehalten, keine rückwirkende Umwidmung.

  • Eigener Deal = ein Partner führt einen Lead unter eigener Marke. Dann gehört der Deal komplett ihm — als Paket, ohne Mischformen: eigene Marke → eigenes Papier (AGB/AVV/Rechnung), eigene Delivery, eigenes Risiko (inkl. Sozialrecht-Timing), eigener Umsatz. Niemand liefert unter der Marke eines anderen ohne formalen Sub-Vertrag.
  • Trio-Deal = mehrere von uns arbeiten an einem Deal. Nach außen tritt genau ein Partner als Marke und Vertragspartner auf (pro Deal festgelegt); die anderen arbeiten als Subunternehmer zu — mit Ledger, Richtwert-Splits und den Schutzregeln aus Abschnitt 2.
  • Gemeinsames Playbook: Vorlagen, Mechaniken und Assets dürfen alle drei auch in eigenen Deals nutzen — Herkunft wird im Ledger als passiver Beitrag notiert (gilt in beide Richtungen). Markengebundene Funnel-Assets bleiben bei ihrer Marke: Der Lernpfad und seine Ableger zeigen auf FlowPhase.

4 · Der Deal-Ledger — zwei Varianten zur Wahl

Gemeinsam einsehbare Notiz, pro Deal: wer hat was eingebracht. Gilt in beide Richtungen (Kontakt genauso wie Playbook/Vorlagen). Überall gleiche Regel: Notiz ≠ Anspruch; Vergütung wird erst nach Gründung/Statuswechsel frei vereinbart.

Variante A — Standard (mit StB-/KKH-Check):

„Deal [Kürzel], erfasst am [Datum]. Anteil Michael = Origination/Zuführung (passiv). Vergütungsansprüche für aktive Leistungen entstehen erst ab Statuswechsel (~20.08.); davor erbringt er keine. Unverbindliche Absichts-Notiz ohne Rechtsanspruch; Ansprüche entstehen erst durch gesonderte Vereinbarung nach Gründung. Richtwert-Split (unverbindlich): [X]."

Voraussetzung: StB-/KKH-Gegencheck vor dem ersten Eintrag (Michael stößt an + trägt Kosten). Vorteil: Splits früh schwarz auf weiß. Abhängigkeit: ohne Check kein Eintrag.

Variante B — Konservativ ⭐ (kommt ohne unmittelbaren StB aus): Der Ledger dokumentiert nur Tatsachen — keine Zahlen, keine Zusagen. Was nicht existiert, kann kein Krankengeld gefährden.

„Deal [Kürzel], erfasst am [Datum]. Tatsachen-Notiz: Kontakt/Idee stammt von [Name] (Origination, passiv — keine Tätigkeit). Reine Dokumentation, begründet keinerlei Anspruch, Beteiligung oder Vergütungszusage. Ob und wie eine Beteiligung erfolgt, wird ausschließlich nach offizieller Gründung frei verhandelt und per Rechnung abgerechnet."

Vier Verhaltensregeln: keine Splits/Beträge im Ledger · keine aktiven Partner-Leistungen an bezahlten Deals vor Statuswechsel · Grauzonen-Regel „im Zweifel nein" · der StB-Check verschiebt sich vor die erste Auszahlung; sobald Michaels Check da ist → Upgrade auf A. Ehrlicher Trade-off: B verlangt Vertrauen (bewusst nichts Einklagbares vor Gründung) — Absicherung sind Transparenz, dieses Memo und das gemeinsame Interesse.

5 · Konservativer Modus (solange kein StB-/KKH-Check vorliegt)

Ledger nur in Variante B · Michael: null Kundengerichtetes (Report-Center-Einordnung = offener Do-Punkt, Entscheidung bei Michael) · Philipp: nichts anmelden/abrechnen vor Einstiegsgeld-Antrag · Kapstadt strikt EU-only · Erst-Zuschlag-Gate: kein Angebot ohne stehende AGB + AVV.

6 · Nächste Schritte

Do 09.07.: Memo durchsprechen, Ledger-Variante beschließen, 3a bestätigen + laufende Leads zuordnen, Report-Center einordnen → bis ~11.07.: StB-/KKH-Check anstoßen (Michael) → 12.–20.07.: Urlaub, kleine Flamme → diese Woche (Jan): AGB + AVV + Haftpflicht + StB-Draht → ~20.08.: Statuswechsel, öffentliche Schiene, Konditionen final.

Versions-Historie: v1 (06.07., Frodo-Erstentwurf auf Basis Michaels 4 Präzisierungen + Sam-Review + Strategie-Konsens 03.07.) → v1.1 (06.07., voller Review-Pass) → v1.2 (06.07., §3a Eigene-vs-Trio-Deals + beidseitiger Ledger) → v1.3 (07.07., Vertragspartner-Rolle bei Trio-Deals neutralisiert: genau einer pro Deal) · Quelle: werkstatt-memo-ledger-2026-07-09.md · PDF: werkstatt-memo-2026-07-09.pdf